Foto der Woche


03. KW 2021


23.01.2021: Nie wieder

 

„!Nie wieder“, diese Botschaft der Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau, haben Fußballfreunde 2004 aufgegriffen und den „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ ins Leben gerufen. Am 27. Januar 2004 wurde die Initiative in der Evangelischen Versöhnungskirche, KZ-Gedenkstätte Dachau, gegründet. Die Anregung kam aus Italien. Ein Bündnis aus Einzelpersonen, Fangruppen und Fanprojekten, Vereinen, Verbänden und Institutionen aus dem Fußball gedenkt seitdem der preisgegebenen Familienmitglieder und engagiert sich für eine würdige Gedenkkultur und für ein Stadion ohne Diskriminierung.

 

Die Bündnispartner setzen mit klugen, kreativen Aktionen und Veranstaltungen ein unübersehbares Zeichen gegen den alltäglichen und aktuellen Rassismus, der Fremdenfeindlichkeit und des Antisemitismus an den Spieltagen rund um den „Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus”. Der inhaltliche und organisatorische Aktionsbogen spannt sich über die ganze Republik und bezieht in seiner europäischen Variante punktuell die Schweiz, Österreich und Italien mit ein.

 

Am Spieltag um den 27. Januar, bzw. nach der Winterpause werden Texte verlesen und durch eine Fülle von Aktionen im und um das Stadion herum begleitet. Vom Selbstverständnis einer „Graswurzelbewegung“ geprägt, planen und organisieren die Bündnispartner ihre „Einmischungen“ autonom.

02. KW 2021


Foto: unbekannt

16.01.2021: Auszug aus den Annalen des Heider SV 1925/1975

01. KW 2021


14.12.2020: Schwarz und Weiß sind ihre Farben - Christel Rossmann und Rüdiger Köpp, treue Anhänger des Heider SV, verschönern die Tribüne

 

Kein Training, keine Spiele – Corona hat den Fußball zum Stillstand gebracht. Wie schon im Frühjahr. Auch beim Heider SV ist es ruhig geworden. Allerdings nicht ganz: Die Tribüne im Stadion wird auf Vordermann gebracht.

 

Man kann es auch Verschönerung nennen, was Christel Rossmann und Rüdiger Köpp unternehmen. Den Fans des Dithmarscher Regionalligisten ist nämlich aufgefallen, wie grau die Umgebung des Sitzbereiches aussieht. Die Rückwand schmutzig, die Umrandungen unansehnlich. Höchste Zeit also für eine gründliche Reinigung. Und frische Farbe, passend in schwarz und weiß, kann auch nicht schaden. Die Anhänger des Heider SV sind oft dabei, wenn Arbeit anliegt. „Wir helfen gerne, denn der Laden soll ja weiterlaufen“, sagt Christel Rossmann, die dem HSV schon lange die Treue hält.

 

Rüdiger Köpp hätte nichts dagegen, wenn ab Mitte Januar wieder gespielt wird. Er möchte Ablenkung vom heimischen Fernseher mit Profi-Spielen vor Geisterkulisse. „Ich hoffe, dass die Behörden irgendwann grünes Licht geben. Fußball hat in Heide Stellenwert. Ohne Sport auf dem Rasen mit guter Stimmung im Rund fehlt einem etwas.“ Es dürfte allerdings ein frommer Wunsch bleiben. Zumindest vorläufig. (Text: U. Seehausen, Fotos: U. Seehausen, D. Makuszies)

 

Der Vorstand des Heider SV dankt herzlichst Christel und Rüdiger für den aufopferungsvollen Einsatz zur Verschönerung der Zuschauertribüne.