Malte Schümann


Foto: U. Seehausen

2016-05: Malte Schümann im Schiedsrichterdress vor dem HSV-Kasino

 

Schiedsrichter Malte Schümann hat viel Spaß an der Pfeife


„Wenn Du die Leitung aus der Hand gibst, hast Du verloren.“ Malte Schümann ist Schiedsrichter aus Leidenschaft. Bis 2010 spielte er aktiv beim Heider SV, ehe ihn ein Kreuzbandriss stoppte. Er ist einer von derzeit fünf Sportkameraden, die für den Heider SV Wochenende für Wochenende als Schiedsrichter unterwegs sind. Der „kleine HSV“ und seine Pfeifenmänner. Zahlreiche junge Leute und auch Altgediente sind gekommen und wieder gegangen. Malte Schümann ist geblieben und firmiert aktuell als dienstältester Unparteiischer im Verein. Im Gegensatz zu vielen vor ihm hat er die Dithmarscher Region nicht verlassen. Täglich pendelt Schümann zwischen Heide und seinem Ausbildungsort Marne, wo er bei der Firma Feinkost Friesenkrone eine Lehre als Industriekaufmann absolviert. Der Job hat ihn voll im Griff. „Die Schiedsrichterei ist für mich deshalb ein guter Ausgleich zur Arbeit.“ Doch Pfeifen ist in Wirklichkeit mehr: „Du musst nicht nur körperlich und psychisch fit sein. Der Spielleiter ist der 23. Mann auf dem Platz. Das bedeutet, man muss sich positionieren und seinen Standort kennen.“ Neutral zu sein, sei oberstes Gebot, meint er. „Du kannst die Regeln nur anwenden, wenn Du unparteiisch bist.“ Für Malte Schümann steht der Respekt im Umgang miteinander vornean. „Das geht in alle Richtungen. Ich rede vor dem Anpfiff mit den Trainern und wirke auch auf die Spieler deeskalierend. Das bringt Sicherheit rein. Es muss aber klar sein, wer auf dem Platz das Sagen hat. Während der Begegnung gilt es, eine klare Linie durchzuziehen. Die Spieler merken sehr schnell, wenn es nicht klappt. Wenn Du die Leitung aus der Hand gibst, hast Du verloren.“ Malte Schümann war bis zu den B-Junioren aktiv, ehe ihn 2010 im Sportunterricht ein Kreuzbandriss und Knieschaden stoppte. „Seitdem spiele ich nicht mehr aktiv, sondern konzentriere mich ganz auf das Pfeifen.“ Schümann legte 2007 die Anwärterprüfung ab, ist seit 2008 anerkannter DFB-Schiedsrichter. Er pfeift bis zur Kreisklasse B und im Frauenbereich bis zur Verbandsliga. (2016-05)