Die Geschichte


Die Gründung


Der Heider SV wurde 1925 als Fußballverein gegründet und hatte seine Blütezeit in den 1950er Jahren und Anfang der 1960er Jahre. Der Heider SV ging aus dem benachbarten MTV Heide hervor. Unzufriedene Ersatzspieler forderten damals die Stammspieler zu einem Spiel auf, welches die Ersatzspieler gewannen, und gründeten anschließend am 14. Oktober 1925 den legendären "kleinen HSV", den Heider Sportverein.


Vorkriegszeit von 1925 bis 1945 Jahre


Der Heider SV wurde am 14. Oktober 1925 gegründet. Der "kleine HSV" spaltete sich damals vom VfL Heide ab. Dieser wiederum war 1920 aus dem Zusammenschluss mehrerer Vereine, u. a. des Heider FC 05 und des Männerturnvereins (MTV), gebildet worden und führt seit 1945 wieder den Namen MTV Heide. Im Fußball blieb indessen der Heider SV durchweg führend. Der Heider FC 05 war Mitbegründer des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes von 1906


Nachkriegszeit von 1945 bis 1995 Jahre


Heide war durch den Heider SV, der damals wie heute als der "kleine HSV" bekannt ist, die kleinste Stadt mit einem Oberligaverein. Damals war die Oberliga die höchste Spielliga in Deutschland. Der Verein spielte 1956/57 und 1960/61 mit dem Hamburger SV, Hannover 96, Werder Bremen oder FC St. Pauli in der Oberliga. 1956 bezwang der Verein den amtierenden Deutschen Meister Hannover 96. In der gleichen Saison am 28. April 1957 den Hamburger SV mit 2:0 vor der bis heute gültigen Vereinsrekordkulisse von 12000 Fans. Der Heider SV war damals ein Zuschauermagnet. Es kamen im Durchschnitt über 8000 Zuschauer zu den Spielen. Zu den Auswärtsspielen reisten immer Hunderte Anhänger mit.

Der Heider SV spielte Ende der 60er Jahre bis Mitte der 70er in der Regionalliga, wo der Heider SV nicht mehr ganz an die Erfolge der 50er Jahre und Anfang der 60er Jahre anknüpfen konnte, sich allerdings vier Jahre lang in der damaligen 2. Liga wacker schlug und 1972 sogar den 9. Platz erreichte (noch vor Holstein Kiel (11.) und knapp hinter dem VfB Lübeck (6.)). Der Verein hatte immer noch beachtliche Zuschauerzahlen von bis zu 8000 Fans (1971 gegen FC St. Paul (1:1)), bei einem Durchschnitt von fast 4000 Zuschauern). Weder Meister St. Pauli noch Vize Osnabrück oder der Dritte VfL Wolfsburg konnten in dieser Saison in Heide gewinnen; die ansonsten chronische Auswärtsschwäche hielt sich auch in Grenzen, sodass man sogar ein 1:1 in Osnabrück holen konnte. Zuschauerliebling war damals der robuste Torjäger Lothar Raddatz. Als 1974 die neue zweigleisige 2. Bundesliga gegründet wurde, waren die Zweitligazeiten des kleinen HSV definitiv vorbei, und auch in der neu geschaffenen Amateuroberliga konnte man sich nur ein Jahr halten. Die folgenden 15 Jahre waren geprägt von dem ständigen Kampf gegen die Mittelmäßigkeit in der Verbandsliga (4. Liga). Der Heider SV schaffte es zwar mehrmals auf die ersten beiden Plätze und konnte bei Spitzenspielen bis zu 2000 Zuschauer begrüßen, kam in der Aufstiegsrunde zur Oberliga aber nie über die Rolle des Punktelieferanten hinaus und versagte vor allem in den Heimspielen krass. Mitte der 90-er Jahre gelang dann problemlos die Qualifikation für die neugeschaffene Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein, wo man sich in den ersten Jahren spannende Duelle mit den Hamburger Spitzenclubs wie Altona 93 oder VfL 93 lieferte und nur knapp die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg verfehlte.


Jüngere Zeit


Höhe- und gleichzeitig Endpunkt stellte die Saison 1996/97 dar, als der Heider SV in zwei Qualifikationsspielen gegen SV Arminia Hannover den Kürzeren zog. Nach einem hoffnungsvollen 0:0 am Bischofsholer Damm gab es ein deprimierendes 0:4 in Heide vor 5500 Zuschauern. Danach verloren sowohl Fans als auch Sponsoren die Lust und es ging rapide bergab. Außerdem zeigte sich, dass man jahrelang finanziell über die eigenen Verhältnisse gelebt hatte und sich knapp vor der Insolvenz bewegte. Sportlich stieg man 2004 als Tabellenletzter mit nur zwei Siegen in die Verbandsliga ab. Gleichzeitig wurde die Oberliga HH/SH aufgelöst und in eine Oberliga Nord umgewandelt. Also kann der Heider SV für sich in Anspruch nehmen, ständiges Mitglied der "alten" Oberliga HH/SH gewesen zu sein. Aber man war nun nur noch fünftklassig. Auch in der Verbandsliga Schleswig - Holstein spielte man zunächst mehrere Jahre gegen den Abstieg, bevor in der Saison 2006/2007 nun durch den Einbau vieler Eigengewächse eine Konsolidierung möglich erscheint. Überhaupt hat der HSV einen sehr guten Ruf als Talentschmiede und in Schleswig-Holstein eine der besten Jugendabteilungen neben Holstein Kiel und dem VfB Lübeck.